Was genau sind Systembibliothekare? – fragt Muschalek (Fobi LLL IN – 3)

Vortrag Antonie MuschalekDen Start zu den 6 Kurzvorträgen zu Best-Practice-Beispielen aus Bibliotheken anlässlich der Fortbildung zu “Lebenslanges Lernen im Beruf …”¹ übernahm Antonie Muschalek². Sie berichtete in ihren Vortrag „Fit für die Digitale Bibliothek – Summerschool für Systembibliothekare: ein Training-on-the-Job-Format“ neben dem Hintergrund und der Ziele, dem Format und die Inhalte auch über das in ihren Augen leicht frustrierende Auswertungsergebnis vor und damit verbunden die künftigen Herausforderungen für die SLUB Dresden.

Den Hintergrund des Themas für die Summerschool bildeten die Technisierung und der Wandel in der Arbeitswelt sowie die Katalogentwicklung an der SLUB Dresden, um die es hier geht.

Eine Grundlage für die Summerschool bildete das „Skript zum Seminar „Open Discovery: Wir bauen uns einen Bibliothekskatalog“ von Felix Lohmeier, Studiengang Bibliotheks-u. Informationsmanagement., HAW Hamburg.

Ziele der Summerschool

  • Systembibliothekare zu generieren
  • Wissen über Fachzusammenhänge zwischen bibliothekarischem Wissen und IT-Wissen.
  • Vernetzung und Förderung von Kommunikation und Verständnis zwischen IT-lern und Bibliothekaren.
  • Methodisches, praxisnahes und anwendungsbezogenes Lernen

Format

  • 2-tägige Veranstaltung im Mai 2017
  • 10 Kollegen mit fachlichem Hintergrund aus dem IT- und / oder bibliothekarischen Bereich
  • virtuelle Testlernumgebung
  • Kombination aus Theorie und Praxisübungen
  • Wissenstransfer beim gemeinsamen Arbeiten
  • Sofortiges Feedback und Reflektieren zu Lerninhalten

Inhalte

  • Vergleich von OPAC und Discovery Systeme
  • Schulung Open-Source-Software OpenRefine zur Verarbeitung, Analyse und Transformation von bibliothekarischen Metadaten
  • Einführung zur Funktionsweise des Suchmaschinenindex Solr und Katalogsoftware TYPO3-find (TYPO3-Extension)

Auswertung

Folie zum Vortrag Antonie MuschalekDie Auswertung des Rücklaufs der Blitzumfrage, die auf 8 von 10 Teilnehmerantworten basierte, stellte Frau Muschalek nicht zufrieden, ganz im Gegensatz zu Äußerungen aus den Fortbildungsreihen in Ingolstadt. Auch ich selbst fand, dass das Ergebnis durchaus motivierend ist. Und so sah es aus:

2 TN nutzen die erlernten Kenntnisse und 2 sind bereit, ihre Kenntnisse weiterzugeben, 2 nutzen sie nur teilweise, 4 gar nicht.

Zu den Gründen, warum sie nicht oder nur teilweise genutzt werden, spielen Zeitfaktoren und fehlende Anwendungsbereiche eine Rolle.

Herausforderung

  • Im Vorfeld jeglicher Fort- und Weiterbildung sollte genau definiert werden, was genau Ziel der Fortbildung ist. In diesem Falle war der Begriff „Systembibliothekar nicht genau definiert.
  • Ein Grundübel in der Sommerschool: Wen schicke ich dahin?
  • Organisationskultur spielt eine große Rolle. Wo stehen wir in der Unternehmenskultur, wo in der kulturell-sozialen Dimension? Sind die Menschen bereit, Feedback zu geben, peer-to-peer?
  • Räumliche Nähe zwischen Menschen schaffen.
  • Den Lernenden den Wissenstransfer zu ermöglichen.

Für das anschließende World Cafè wurden folgende Fragen vorbereitet

  • Wie erreichen wir mehr Nachhaltigkeit von Fortbildungs- und Weiterbildungsveranstaltungen?
  • Was braucht es strukturell?
  • Welche Erfahrungen haben Sie?

¹Mitschrieb zur Fortbildung Lebenslanges Lernen im Beruf: Individuell, virtuell, informell? vom 20.09.2017 in Ingolstadt. Veranstalterinnen: Kommission für Aus- und Fortbildung des Bibliotheksverbunds Bayern (KAF) in Kooperation mit der Bibliotheksakademie Bayern.

²Antonie Muschalek, Leitung Stabsstelle Personalentwicklung der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB).

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